Wie du durch deinen Lebensstil und deine Ernährung bestimmst, wie gesund du bistKommt dir dieser Lebensstil bekannt vor:

Es ist einer dieser grauenvollen Morgen. Kalt, nass, windig. Der Regen klatscht gegen die Scheiben. Peter schlägt müde auf seinen Wecker, damit das grässliche Geräusch endlich aufhört. Er setzt sich auf den Bettrand. Beine wie Blei, ein dumpfes Gefühl im Kopf. Der Tag ist hin für ihn, bevor er richtig begonnen hat. Eigentlich wollte er sich den Wecker eine halbe Stunde früher stellen, um endlich mal vor seinem Chef in der Firma zu sein und nicht immer gleich am Morgen vorwurfsvolle Blicke zu ernten. Na ja, was soll’s. Der Job ist sowieso nur Stress pur.

Also schnell mal durch’s Bad, zwei Tassen schwarzen Kaffee. Toast? Keine Zeit mehr – dann also nicht. In der Firma alles wie gehabt, Termine, Besprechungen, noch ‘ne Reklamation – dass der Kunde das aber auch nicht einsieht. Mittags schnell zum Imbiss – bäh, ist das Zeug fettig. Danach das Gleiche wie am Vormittag… phh. Eigentlich Feierabend. Aber der Chef wartet noch auf die Zahlen des letzten Monats. Also erst das noch fertig machen. Geschafft. In jeder Beziehung. Ab nach Hause. Alle Ausfallstraßen dicht, Stau, Stress. Endlich zuhause, sinkt er völlig entkräftet und frustriert in den Sessel und schaltet den Fernseher ein. Noch schnell ein Salamibrot. Schiet, wieder nicht zum Sport gekommen. Eigentlich schon eine ganze Weile nicht mehr… Tolles Leben. Seit einiger Zeit begegnet ihm immer wieder das Wort vom gesunden Lebensstil – er kann darüber nur müde grinsen.

In den Nachrichten auch wieder nur Mist. Eine Quizsendung beginnt. Und dann – schläft er ein. Gegen elf wacht er auf, wankt ins Bett und ist prompt hellwach. Der ganze Mist des Tages kreist in seinem Kopf samt dem Gedanken an den neuen Kollegen, der rund 20 Jahre jünger und ziemlich ehrgeizig ist. Wenn er doch nur schlafen könnte… Er wälzt sich im Bett herum und wartet auf den Morgen. Kurz bevor der Wecker klingelt, schläft er endlich ein. Der durchdringende Ton reißt ihn aus dem Tiefschlaf. Eigentlich ist der Tag jetzt schon gelaufen…

Und wie ist dein Lebensstil?

Und wie fühlst du sich? Fit, fröhlich, unternehmungslustig, konzentriert, rundum gesund? So, dass du dir vorstellen kannst, bei bester Gesundheit sehr lange zu leben, vielleicht sogar 100 Jahre alt zu werden? Du ernährst dich gesund, isst jeden Tag ausreichend Obst und Gemüse, meidest Industriezucker, überhaupt „leere“ Kohlenhydrate und gehärtete Fette? Du bewegst dich jeden Tag ausreichend, machst mindestens dreimal in der Woche Sport, lernst gern mal was Neues, schläfst gut, vermeidest Stress, rauchst nicht und trinkst wenig Alkohol? Dann brauchst du jetzt nicht weiterzulesen, sondern kannst du ruhig eine Runde schwimmen gehen oder dich mit einem Buch zurückziehen.

Falls das aber nicht ganz so sein sollte, falls du doch manchmal Kopfschmerzen hast, unerklärliches Herzklopfen, manchmal nicht müssen kannst oder es im Bauch ständig  grummelt, falls du Frust hast und ihn mit Essen kompensierst, du dich erschöpft fühlst, für Sport keine Zeit hast und Lernen für dich Mühsal bedeutet – dann solltest du weiterlesen. Denn das kannst du ändern. Du hast es in der Hand. Das geht viel einfacher, als du jetzt vielleicht denkst. Ich zeige dir, wie.

Warum ich das tue? Weil ich einfach nicht einsehe, dass Menschen Nahrung zu sich nehmen, die sie krank macht. Nur, weil ihnen bisher keiner gesagt hat, wie man sich gesund und vor allem lecker so ernähren kann, dass es einem rundum gut geht. Hippokrates – das ist der, der angeblich den Eid für die Ärzte erfunden hat – wird der Satz zugeschrieben: “Lass Deine Nahrung Dein Heilmittel sein.” Und davon sind wir leider meilenweit weg.

Der Zusammenhang zwischen Ernährung und Krankheiten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzte schon 2007, dass im Jahr 2020 chronische Krankheiten für drei Viertel aller Todesfälle verantwortlich sein werden, wenn es in den Industriestaaten zu keiner Ernährungsumstellung kommt. In den Wartezimmern der Ärzte sitzen zu 70 % Menschen, deren Gesundheitsprobleme ernährungsbedingt sind, wie einer Statistik der WHO zu entnehmen ist.

Das bedeutet, dass schätzungsweise 7 von 10 medizinisch festgestellen Krankheiten oder chronischen Beschwerden auf Mangel- oder Fehlernährung zurück zu führen sind. Hier nur einige Beispiele:

Kopfschmerzen, Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaflosigkeit, Nervosität/Stress, Verdauungsprobleme, Darmerkrankungen, Allergien, Hautprobleme, Depressionen, Immunschwäche, Anämie, erhöhtes Cholesterin, Bluthochdruck, Schuppenflechte, Osteoporose, Arthrose, Rheuma, Diabetes Typ II, bestimmte Krebsarten, wie z. B. Magen- und Darmkrebs und… und.. und…

Dazu kommt, dass das, was unsere Nahrungsmittelindustrie produziert, häufig eher unter den Begriff Füllstoffe fällt als dass man sie als Lebensmittel bezeichnen könnte. Ganz deutlich sagt zum Beispiel der Gießener Professor Claus Leitzmann, dass die Eingriffe in das natürliche Gefüge unserer Nahrung heute so erheblich sind, dass der Bedarf an lebensnotwendigen Inhaltsstoffen oft nicht mehr gedeckt ist. Das fängt schon bei unserem Brot an, eigentlich ein Grundnahrungsmittel. Und was ist drin? Meistens Weißmehl. Schon dadurch enthält es 90 % weniger Vitamine als Vollkornbrot. Aber auch weniger Ballaststoffe und weniger Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Kalzium, weniger Jod und Zink. Stattdessen bekommen wir reichlich Backtreibmittel, sogenannte Backhilfsmittel, teils sogar Konservierungsstoffe und natürlich Industriezucker.

Aufgrund dieser Tatsachen kann es gar nicht genug Seiten im Web geben, die sich mit dem Thema gesunder Lebensstil und gesunde Ernährung befassen. Hier meine ich natürlich nicht die Kohlsuppendiät-, Bikinifigur-in-14-Tagen- oder Waschbrettbauch-in-6-Wochen-Seiten. Sicher, es ist toll, schlank zu werden und eine gute Figur zu bekommen. Aber dieser Erfolg ist eben meist nur vorübergehend. Eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten oder gar die Entwicklung eines Bewusstseins dafür, was wir schon mit kleinen Veränderungen bei dem, was wir essen, für unseren Körper, unsere Seele und unseren Geist bewirken können, entwickelt sich dabei leider nicht.

Und genau das ist der Knackpunkt. Man macht mal kurz was, hat damit auch erst mal Erfolg und fällt dann in den alten Schlendrian zurück.

So, genug der schlechten Nachrichten. Jetzt wird es Zeit für die guten.

Schließlich bist du all dem nicht hilflos ausgeliefert. Es liegt alles in deine Hand. Es ist DEIN Leben – und du hast nur dieses eine.

Wenn du das Richtige isst, senkst du das Risiko für viele ernährungsbedingte Krankheiten, verminderst das Krebsrisiko, pflegst deine Haut von innen, ja selbst gute Laune kannst du essen. Brokkoli z. B. enthält besonders viel Magnesium, das bei Nervosität, seelischen Verstimmungen und Schlafproblemen hilft. Und Tomaten vertreiben mit ihrem Gehalt an Folsäure, Biotin und Vitamin B3 schlechte Stimmungen und Erschöpfung. Auch deinem Gehirn kannst du durch die Ernährung etwas Gutes tun. Das Stichwort dafür heißt sinnigerweise “Brainfood”. Damit sind solche Lebensmittel gemeint, welche die Leistung des Gehirns optimal unterstützen und darüber hinaus u. A. die Konzentrationsfähigkeit verbessern.

Und das ist alles viel einfacher, als es jetzt klingt. Du brauchst keine Tabellen, du musst keine Kalorien und Nährwerte ausrechnen. Vor allem: Es ist lecker!

Wir, meine Familie und ich, sind ganz sicher keine fanatischen „Körnerfresser“, wir sind ausgeprägte Genussmenschen. Und ich bin dazu noch ein absoluter Schokoladen-Junkie. Trotzdem ist es nicht schwierig dafür zu sorgen, dass Körper, Seele und Geist alles bekommen, was sie an Nährstoffen brauchen, damit es uns gut geht.

Nur Mut, du schaffst das auch. Das Wissen, das du im Laufe der Zeit dazu in der Happy Aging Akademie bekommst, wird dich diesem Ziel immer näher bringen: Mit Freude und Genuss fit, gesund und glücklich leben bis zum Ende, vielleicht sogar bis hundert – oder mehr.